Cleo

Geschlecht: Hündin
Geboren am: ca. 2015
Rasse: Puggle
Im Tierheim seit: 14.09.2016

  • nett aber sehr ängstlich
  • hat nichts kennengelernt
  • braucht Zeit um Vertrauen aufzubauen
  • orientiert sich anderen Hunden
  • hat Spaß am lernen
  • braucht eine liebevolle aber konsequente Anleitung
  • Kinder ab 16 Jahren
  • nicht zu Katzen

Update 06.05.2018

Die meisten Besucher kennen unsere Cleo nur als hysterisch kläffenden Flummi in einem der Ausläufe oder als verhuschten braunen Schatten, der sofort in den Innenbereich des Zwingers flüchtet, wenn jemand auch nur in ihre Richtung atmet…und das geht seit 1,5 Jahren so

Eine mittelgroße, junge Hündin, verträglich, nie aggressiv…da sollte man meinen, die wird im Nullkommanix wegadoptiert. Wäre da nicht Cleos Angst, die leider dafür sorgt, dass sie eben nicht freudig auf fremde Personen zuläuft und sich nicht beim ersten Kennenlernen sofort streicheln lässt. Für unsere Cleo braucht man Geduld und Verständnis, das richtige Maß an Selbstbewusstsein und eine Portion “komm, wir machen das jetzt zusammen”, dann wird aus der schüchternen Maus eine fröhliche, lustige Begleiterin, die lernen will und frei von Angst auch albern und verspielt sein kann. Vertrauten Personen folgt sie motiviert und kann fast schon lästig sein, wenn sie zum kuscheln bis auf die Schultern krabbelt

Da sich kaum jemand vorstellen kann, wie der oben erwähnte panische Flummi in gut gelaunt aussieht, haben wir ein “Beweisvideo” erstellt. Kameras findet Cleo pauschal gruselig, aber für das richtige Leckerchen und mit ihrer besten Freundin und Betreuerin Tania an ihrer Seite, wird die Angst für Cleo immer mehr zur Nebensache

 

 


 

Cleo ist eine von vielen Vermehrerhündinnen, die ohne Sozialisierung aufgewachsen ist und nur zum Welpen produzieren da war. Glücklicherweise konnten wir sie davor bewahren noch weitere Welpen zu bekommen, die günstig auf Internetplattformen angeboten werden. Auch hier wieder der Appell an alle, kauft bitte keine Welpen im Internet, die Hunde sitzen in den Anzeigen schön drapiert auf dem Sofa, doch wo sie wirklich leben, wird keinem Käufer gezeigt.

Cleo ist ein klassisches Beispiel für einen Angsthund. Sie stammt ursprünglich von einem Hundevermehrer, wo die Tiere rein der Zucht dienten, unter isolierten Bedingungen aufgewachsen sind und jahrelang nicht artgerecht gehalten wurden. Wahrscheinlich hat Cleo auch schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, da sie hier besonders ängstlich reagiert. Von leichten Unsicherheiten bis hin zu wirklichen Panikattacken zeigt Cleo leider die volle Bandbreite an Angstverhalten.
Das Gute bei Cleo ist: Sie ist noch relativ jung. Und sie will lernen. Man merkt ihr an, dass sie großes Interesse an ihrer Umwelt hat und neue Dinge kennenlernen möchte. Aber häufig steht ihr leider die massive Angst im Weg.
Die ersten Tage im Tierheim hat Cleo verängstigt in ihrer Transportbox gehockt und sich keinen Zentimeter heraus getraut. Schrittweise und mit viel Geduld und Feingefühl konnten die Tierpfleger ihr erklären, dass das „Draußen“ gar nicht so böse ist und man ruhig einen Versuch wagen kann, die Welt zu erkunden. In den folgenden Wochen und Monaten hat sich Cleos Betreuerin intensiv mit ihr beschäftigt, Ausflüge mit Cleo unternommen und ihr nach und nach viele Dinge nahegebracht, die sie als Welpe offenbar nie kennenlernen durfte.
Mittlerweile hat sich Cleo gut an die Abläufe im Tierheim gewöhnt und mit vertrauten Menschen kuschelt und spielt sie ganz offen.
Andere Hunde sind ihr dabei immer wieder eine große Hilfe. Sie orientiert sich sehr an anderen Vierbeinern und schaut sich deren Verhalten ab. Ein souveräner Zweithund an ihrer Seite ist in neuen Situationen eine echte Stütze für Cleo.Obwohl Cleo schon gute Fortschritte gemacht hat, wird es immer wieder Situationen geben, die sie überfordern und in denen sie bellend den Rückwärtsgang einlegt. Wahrscheinlich wird es noch mehrere Jahre dauern, bis man sie bedenkenlos ableinen kann und Begegnungen mit fremden Menschen werden wahrscheinlich zeitlebens problematisch bleiben.
Aber erfahrungsgemäß entwickeln sich alle Angsthunde irgendwann zu tollen Begleitern und es ist schon etwas Besonderes, wenn man einen derart fehlsozialisierten bzw. gar nicht sozialisierten Vierbeiner für sich gewinnen kann.

Cleo misstraut erst einmal pauschal allen Menschen, aber wenn man die nötige Geduld und Ruhe mitbringt und eine gewisse Erfahrung hat mit solchen Hunden zu arbeiten, bekommt man mit Cleo ein lustiges, kreatives Hundemädchen, was trotz ihrer Vergangenheit und all ihren Ängsten den Spaß am Leben nicht verloren hat.

Mehr Infos zum Thema Angsthunde:

Angsthunde

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