Cleo

Geschlecht: Hündin
Geboren am: ca. 2015
Rasse: Puggle
Im Tierheim seit: 14.09.2016

  • nett aber sehr ängstlich
  • hat nichts kennengelernt
  • braucht Zeit um Vertrauen aufzubauen
  • orientiert sich anderen Hunden
  • hat Spaß am lernen
  • braucht eine liebevolle aber konsequente Anleitung
  • Kinder ab 16 Jahren
  • nicht zu Katzen

Cleo ist eine von vielen Vermehrerhündinnen, die ohne Sozialisierung aufgewachsen ist und nur zum Welpen produzieren da war. Glücklicherweise konnten wir sie davor bewahren noch weitere Welpen zu bekommen, die günstig auf Internetplattformen angeboten werden. Auch hier wieder der Appell an alle, kauft bitte keine Welpen im Internet, die Hunde sitzen in den Anzeigen schön drapiert auf dem Sofa, doch wo sie wirklich leben, wird keinem Käufer gezeigt.

Cleo ist ein klassisches Beispiel für einen Angsthund. Sie stammt ursprünglich von einem Hundevermehrer, wo die Tiere rein der Zucht dienten, unter isolierten Bedingungen aufgewachsen sind und jahrelang nicht artgerecht gehalten wurden. Wahrscheinlich hat Cleo auch schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, da sie hier besonders ängstlich reagiert. Von leichten Unsicherheiten bis hin zu wirklichen Panikattacken zeigt Cleo leider die volle Bandbreite an Angstverhalten.
Das Gute bei Cleo ist: Sie ist noch relativ jung. Und sie will lernen. Man merkt ihr an, dass sie großes Interesse an ihrer Umwelt hat und neue Dinge kennenlernen möchte. Aber häufig steht ihr leider die massive Angst im Weg.
Die ersten Tage im Tierheim hat Cleo verängstigt in ihrer Transportbox gehockt und sich keinen Zentimeter heraus getraut. Schrittweise und mit viel Geduld und Feingefühl konnten die Tierpfleger ihr erklären, dass das „Draußen“ gar nicht so böse ist und man ruhig einen Versuch wagen kann, die Welt zu erkunden. In den folgenden Wochen und Monaten hat sich Cleos Betreuerin intensiv mit ihr beschäftigt, Ausflüge mit Cleo unternommen und ihr nach und nach viele Dinge nahegebracht, die sie als Welpe offenbar nie kennenlernen durfte.
Mittlerweile hat sich Cleo gut an die Abläufe im Tierheim gewöhnt und mit vertrauten Menschen kuschelt und spielt sie ganz offen.
Andere Hunde sind ihr dabei immer wieder eine große Hilfe. Sie orientiert sich sehr an anderen Vierbeinern und schaut sich deren Verhalten ab. Ein souveräner Zweithund an ihrer Seite ist in neuen Situationen eine echte Stütze für Cleo.Obwohl Cleo schon gute Fortschritte gemacht hat, wird es immer wieder Situationen geben, die sie überfordern und in denen sie bellend den Rückwärtsgang einlegt. Wahrscheinlich wird es noch mehrere Jahre dauern, bis man sie bedenkenlos ableinen kann und Begegnungen mit fremden Menschen werden wahrscheinlich zeitlebens problematisch bleiben.
Aber erfahrungsgemäß entwickeln sich alle Angsthunde irgendwann zu tollen Begleitern und es ist schon etwas Besonderes, wenn man einen derart fehlsozialisierten bzw. gar nicht sozialisierten Vierbeiner für sich gewinnen kann.

Cleo misstraut erst einmal pauschal allen Menschen, aber wenn man die nötige Geduld und Ruhe mitbringt und eine gewisse Erfahrung hat mit solchen Hunden zu arbeiten, bekommt man mit Cleo ein lustiges, kreatives Hundemädchen, was trotz ihrer Vergangenheit und all ihren Ängsten den Spaß am Leben nicht verloren hat.

Mehr Infos zum Thema Angsthunde:

Angsthunde

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