Tommy

Geschlecht: Rüde
Geboren am: 2011
Rasse: Terrier – Mischling
Im Tierheim seit: 27.02.2018

  • immer gut gelaunt und sehr aktiv
  • gelehrig und motiviert Neues zu lernen
  • nicht zu Katzen oder Kleintieren
  • kann nicht alleine bleiben
  • fährt brav im Auto mit
  • bedingt verträglich mit anderen Hunden
  • muss noch erzogen werden
  • Hundeerfahrung sollte vorhanden sein

Wir glauben, dass unser kleiner Tommy schon als kleiner Hundewelpe eigentlich gerne Polizist geworden wäre. Nicht so ein Theoretiker hinter dem Schreibtisch, sondern immer im Einsatz, stets mittendrin im Geschehen, um die Welt zu retten und Bösewichte in den Hintern zu beißen :-)

Tommy gehört zu den Hunden, die die Aufregung im Tierheim spannend finden und es sich zur Aufgabe machen, alles im Blick zu behalten, aufzupassen und denen kein Besucher entgeht. Unser Tommy gehört zwar eher zu den kleineren Bewohnern des Tierheims, aber das hält ihn nicht davon ab mit seiner sehr eindringlichen Terrier-Stimme auf sich aufmerksam zu machen. Er hat auch kein Problem damit sich mit anderen Hundejungs anzulegen. Auch wenn diese etwa das Achtfache von ihm wiegen. Tommy wäre ganz vorne mit dabei, wenn es eine Schlacht zu gewinnen gibt und wir sind uns sicher, dass ihm sein Heldendrang irgendwann seinen süßen, kleinen Kopf kosten würde, wenn da nicht ein vernünftiger Mensch in seiner Nähe wäre, der Tommy ab und an auf den Boden der Tatsachen zurück bringen würde ;-)

Terriertypisch leidet Tommy ziemlich oft an Selbstüberschätzung und ist dabei sehr aufgedreht, laut, frech und unkontrolliert. Böse Zungen behaupten, er könne auch echt nervig sein. Aber was kann er denn dafür, wenn es ihm nie jemand anders erklärt hat? Eigentlich ist Tommy nämlich ein sehr pfiffiges, schlaues Kerlchen, das schnell lernt und hochmotiviert ist neue Dinge gezeigt zu bekommen. Tommy freut sich über lange Ausflüge und viele Abenteuer mit seinem Menschen und wir sind uns sicher, dass er mit ein bisschen Training zu einem tollen Kumpel wird, der immerhin fragt, bevor er andere Hunde verhaut ;-) Für Tommy ist es wichtig, dass er lernt sich am Menschen zu orientieren, vor allem unter Ablenkung. Es fällt ihm oft schwer sich zu konzentrieren und im Eifer des Gefechts neigt er dazu selber Entscheidungen zu treffen, die in der Vergangenheit nicht immer die Besten waren. So hat Tommy bei seiner vorherigen Pflegestelle Besucher gebissen, weil er seine Bezugsperson abschirmen wollte und wir denken, dass er sich generell oft in der Zuständigkeit sieht irgendetwas regeln und beschützen zu müssen, was ihn dann wiederum überfordert. Hier sind hundeerfahrene Menschen gefragt, die dem kleinen Helden erklären, dass nicht pauschal alles sein Job ist und er sich auf seine Leute verlassen kann.

Tommys Wunsch alles im Griff zu haben äußert sich leider auch sehr massiv beim Alleinebleiben. Und das ist aus unserer Sicht gerade Tommys größte Baustelle. Er kann absolut nicht eingesperrt sein. Im Tierheim ist er leider unweigerlich alleine und da ist auch ok für ihn, aber in einem Raum eingesperrt sein, sorgt bei ihm für regelrechte Panikattacken. Er reagiert sehr gestresst, hechelt, zittert, jault und versucht sich durch Türen und Fenster zu beißen. Dieses Verhalten hat nichts mit „dem ist langweilig“ oder „der will lieber draußen spielen“ zu tun. Sondern Tommy hat ein echtes Problem, wenn er alleine gelassen wird. An dieser Baustelle muss dringend mit ihm gearbeitet werden, denn aktuell sieht es so aus, dass Tommy im Tierheim nicht einmal im Innenbereich seines Zwingers schlafen kann, sondern auch bei Minusgraden draußen bleiben will und lieber friert, statt sich drinnen einsperren zu lassen. Wir denken allerdings, dass er sich in einer Wohnung, wenn er bei seiner Bezugsperson ist, nach anfänglicher Eingewöhnung entspannen wird. Er kennt das Leben im Haus und früher gab es auch nie Probleme mit Räumlichkeiten ansich. Allerdings wird er wahrscheinlich ein Problem damit haben, wenn seine Menschen ihn alleine lassen. Deshalb suchen wir für Tommy ein Zuhause, wo er die ersten Wochen nicht alleine sein muss, bis er gelernt hat auch bei Abwesenheit seiner Besitzer zur Ruhe zu kommen. Bei seinem verstorbenen Vorbesitzer durfte er einfach überall mit hin, lief toll am Fahrrad und kennt es auch im Fahrradanhänger mitzufahren und musste nie alleine bleiben.

Wenn Tommy nicht gerade draußen in seiner Hütte liegt oder den anderen Hunden am Zaun das Strafgesetzbuch entgegen bellt, freut er sich über spannende Unternehmungen. Er fährt sehr gut im Auto mit und läuft auch gut in einer großen Gruppe mit anderen Hunden zusammen. Vorausgesetzt er darf vorne laufen – ansonsten wird es laut ;-) Zu Katzen möchten wir Tommy aufgrund seines doch recht ausgeprägten Jagdtriebes nicht vermitteln. Andere Hunde im neuen Zuhause wären vielleicht ok, allerdings gibt es bislang wenige Artgenossen, die Tommy wirklich in seiner Nähe haben mag. Eine nette, zurückhaltende, aber souveräne Hündin wäre vielleicht geeignet. Ein Haushalt mit Kindern kommt leider nicht in Frage, da wir denken, dass Tommy sich in einer turbulenten Umgebung mit mehreren Personen im Haushalt viel zu zuständig fühlen würde.

Wir wünschen uns für unseren kleinen „Sheriff“ ein interessantes Zuhause, wo Tommy einerseits etwas erlebt, beschäftigt wird, Abenteuer geboten bekommt. Und auf der anderen Seite lernt zur Ruhe zu kommen, Regeln anzunehmen und auch – so schwer es ihm fällt – mal die Kontrolle abzugeben. Da Tommys Grundgehorsam eher dürftig ist, wäre gewiss auch der Besuch einer kompetenten, gewaltfreien Hundeschule sinnvoll. Wir könnten uns Tommy gut bei diversen Hundesportarten vorstellen – vielleicht Agility oder Dogdance. Auch wenn klein Tommy oft sehr ernst und wachsam wirkt, so kann er den Schalk im Nacken und die zarte Seele im Herzen nicht leugnen ❤ Es lohnt sich bei diesem Hund auf jeden Fall einen zweiten und vielleicht auch dritten Blick zu wagen, in ihm steckt wahrscheinlich der treuste Kumpel, den man sich wünschen kann.

 

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