Wallace

Geschlecht: Rüde (kastriert)
Geboren am: 05.12.2011
Rasse: Border Collie – Deutscher Schäferhund – Husky – Mischling
Im Tierheim seit: 07.05.2016

„Du bist aber ein Hübscher“, hört der Wallace häufig, wenn Leute vor seinem Zwinger stehen. Er wedelt dann ganz besonders schnell, drückt sich ans Gitter und bettelt um Aufmerksamkeit. Alternativ rennt er bellend zu seinem viel zu großen Lieblingsball und versucht ihn hochmotiviert zu dem jeweiligen Besucher zu rollen. Ein junger, sportlicher, verschmuster Hund, der es eigentlich leicht haben sollte ein Zuhause zu finden. Wäre da nicht seine massive Unsicherheit, die ihm so oft im Wege steht.

Wallace zeichnet sich durch ein rassetypisches Temperament aus. Rein körperlich schafft er ohne Probleme mehrstündige Spaziergänge und wenn uns Menschen nach einer Pause zumute ist, hat er sich gerade erst warmgelaufen. Er hat viel Energie, tobt gerne über große Wiesen, ist sehr verspielt und unternimmt mit Begeisterung Ausflüge an verschiedene spannende Orte.
Er hat gelernt sich an vertrauten Personen zu orientieren und hinterfragt, was er tun soll und ob er eine Aufgabe bekommt. Wallace ist sehr sensibel und intelligent, was dazu führt, dass er seine Menschen ganz genau beobachtet und analysiert.
Seine niedrige Stresstoleranz gepaart mit seinem eher ängstlichen Charakter machen es ihm manchmal schwer im Alltag zurechtzukommen. Er ist schnell überfordert und verunsichert, was dann in Aggression überspringen kann.
Wallace benötigt eine ganz klare, konsequente Anleitung, für ihn eindeutige Regeln und einen liebevollen, menschlichen Kumpel, der ihm zeigt, wie er sich zu verhalten hat, auch wenn die Nerven mal blank liegen und die Situation stressig wird.
Mittlerweile kann er an anderen Hunden ruhig vorbeigehen. Auch „feindliche“ Kühe werden akzeptiert. Und er lässt sich dazu überreden, dass eine Diskussion, ob Pferdeäpfel gegessen werden dürfen oder nicht, unnötig ist. Er springt ins Auto, obwohl es ihm zu eng ist. Er gibt das Spielzeug her, was er eigentlich lieber behalten möchte. Und er hat verstanden, dass Menschen ihm nichts Böses wollen und es andere Optionen gibt, außer beißen.
Wallace hat gelernt zu fragen und zu vertrauen. Zwei Dinge, die ihm immer sehr schwer gefallen sind.
Einen Hund wie ihn zu adoptieren bedeutet gewiss noch viel Arbeit und setzt Einiges an Hundeverstand voraus. Möglicherweise wird er noch das ein oder andere Mal in alte Gewohnheiten zurück verfallen und zum Einsatz seiner Zähne neigen. Tägliches Training, geistige Auslastungen und Zeit, um eine Bindung aufzubauen, sind unerlässlich.
Aber die Mühe wird mit einem treuen Begleiter belohnt, der sich für seinen Menschen ein Bein ausreißen würde, nur um es ihm recht zu machen.
Wallace hat sehr viel Potenzial und es ist eine Freude mit ihm zu arbeiten.
Im Tierheim leidet er sehr darunter auf engem Raum eingesperrt zu sein und die Umgebung setzt einem feinfühligen Hund wie ihm sehr zu. Zurzeit lebt er mit Schäferhündin Aylin zusammen, was toll harmoniert und ihn etwas aufbaut.
Trotzdem wird es Zeit, dass er ein eigenes, geeignetes Zuhause bei hundeerfahrenen Leuten bekommt, die genau so eine „gutherzige Knalltüte“ suchen.

 

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